Wo ist mein Hut?

Bisher habe ich schon einiges gesucht, aber einen Hut musste ich noch nicht suchen. In „Wo ist mein Hut“ sucht ein großer Bär seinen roten und spitzen Hut. Er fragt viele Tiere, aber keiner hat den Hut gesehen. Erst als der Hirsch ihn fragt, wie der Hut denn aussieht, fällt ihm auf, dass er seinen Hut bei einem der Tiere gesehen hat. Zum Schluss hat der Bär seinen Hut wieder und sitzt an dem Platz des Diebes, denn er liebt seinen Hut über alles. Als ein Eichhörnchen den Hasen (der Dieb) sucht, meint der Bär, dass er keinen Hasen gesehen hat und keine Hasen frisst. Sind das nicht Blutflecken auf dem Pelz des Bären?
Wo ist mein Hut von Jon Klassen (übersetzt von Thomas Bodmer) ist eine kurze Bilderbuchgeschichte. Die Illustrationen beinhalten nur das Wesentliche und sind holzschnittartig. Die Augen verraten das meiste über die Stimmung der Tiere. Der Bär ist immer höflich und bedankt sich, auch wenn die Tiere ihm nicht helfen können. Den Dieb erkennt jedes Kind sofort, da der Hut doch recht auffällig ist. Es gibt nur wenig Text und die Sprache ist recht einfach. Auffällig fand ich den Satzbau. Es wirkt alles sehr ähnlich und der Satzaufbau bei dem Dieb und dem Bären zum Schluss ist fast identisch. Beide haben das Gesuchte (den Hut bzw. den Hasen) nicht gesehen und klauen bzw. fressen das Gesuchte doch nicht! Spricht wohl dafür, dass der Hase die Geschichte nicht überlebt hat.
Mein erster Eindruck war wie langweilig zu Beginn der Geschichte, der Zweite zum Ende wie brutal und seitdem muss ich immer lachen, wenn ich die Geschichte lese. Im Vergleich zu manchen Märchen ist das Ende aber harmlos. Viele Bekannte fanden das Buch langweilig, man darf sich von den ersten Seiten halt  nicht irritieren lassen.
Da das Buch genau meinen Humor trifft und doch sehr freundlich erklärt, dass Diebstahl keine gute Idee ist, kriegt es von mir 5 Sterne..
Wo ist mein Hut / Jon Klassen. Aus dem Engl. von Thomas Bodmer. – Zürich : NordSüd, 2012. – [32] S. : zahlr. Ill. ; 29 cm. – Einheitssachtitel: I want my hat back <dt.>. – Deutscher Jugendliteraturpreis 2013.

ISBN 978-3-314-10117-5

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