Sekundentod von Petra Mattfeldt

Was passiert, wenn man eine Tote hat, die nach einer Romanvorlage getötet wurde? Bei Castle holt man sich den Autor als Hilfe. Wenn die Autorin allerdings das Mordopfer ist, muss man wohl das Buch lesen. 🙂

Wer hatte diesen Moment noch nicht? Man liest, wie jemand stirbt und denkt nur „Hoffentlich macht das nie jemand nach.“, „Wie kommt man auf die Idee?“ und „Zum Glück ist es nur ein Buch.“. Nun wurde die Krimiautorin auf grausame Art getötet: Erstickt, weil die Nasenlöcher verstopft wurden und der Mund mit Sekundenkleber zugeklebt wurde. Ein Buchtitel, der sofort verständlich und nachvollziehbar ist. Nun darf Hauptkommissar Falko Cornelsen mit seinem Team ermitteln. Jedenfalls stirbt sie genau wie die Opfer in ihrem neuen Buch, nur war es zu dem Zeitpunkt noch gar nicht veröffentlicht … Zum Glück hat er einige Tricks auf Lager um sich in den Täter hineinzuversetzen und das Verbrechen aus einem anderem Winkel zu betrachten. Dem Mörder kommen sie recht schnell auf die Spur, aber dann kommt die Überraschung: Auf fast identische Art wurde schon eine Frau getötet. Ist der Mann ein Serienmörder? Und wie kam die Autorin auf die Idee ihre Opfer im Roman genau so sterben zu lassen wie in der Realität? Kannte sie einen Polizisten aus der Stadt oder Zufall?

Spoiler:

Natürlich ist es kein Zufall. Die Perspektiven fand ich gut gewählt und wäre Kerstins Perspektive nicht gewesen, hätte ich es wohl nicht zu Ende gelesen. Damit ist klar: Jemand tötet so, wie in den Romanen beschrieben. Wobei es ja eigentlich umgedreht ist und Kerstin eins der neuen Opfer für den nächsten Roman ist.

Auch wenn die Ermittler logisch ermitteln, alles überprüfen etc., kam der Moment, an dem sie wohl leicht übermüdet waren. Sonst hätten sie eigentlich auf die Idee kommen müssen. Vielleicht war die Theorie auch zu abwegig. Mit den Figuren bin ich teilweise nicht warm geworden. Erst nach dem erhellenden Abend mit seiner Frau wurde mir Falko durch seine Art sympathisch. Bei dem Gespräch musste ich so grinsen. Die Eigenart, die Tatorte nachzubauen, hat mir gut gefallen. Ich musste dabei an Grissom aus CSI denken. Falko wirkt auch so leicht kauzig, aber unbestreitbar erfolgreich.

Die Idee für den Roman hat mir gut gefallen, die Personen wirkten auf mich überzeugend, die verschiedenen Perspektiven waren gut gemacht, der Anlass für die Morde war verständlich (so weit es bei so was verständlich und nachvollziehbar sein kann), aber der Schreibstil war nicht ganz nach meinem Geschmack, sodass mir bei dem Buch der Leserausch fehlte. Von mir kriegt das Buch 4 von 5 Sternen.

Sekundentod : Kriminalroman / Petra Mattfeldt. – Orig.-Ausgabe. – München : Knaur, 2014. – 361 S. ; 19 cm.
(Knaur ; 51445)
ISBN 978-3-426-51445-0

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