Mouseheart von Lisa Fiedler

Legende der Wächter, Warrior Cats, Foxcraft, Clan der Wölfe…

Eulen, Katzen, Füchse, Wölfe…

Kinderbücher mit Tieren als Hauptfiguren (natürlich mit mehreren Bänden) sind nun wirklich nichts Neues.

Hier sind es Mäuse und Ratten. Kann das funktionieren? Es kann. Am Anfang war ich sehr skeptisch. Schließlich habe ich die erste Staffel von Warrior Cats gelesen und habe dort dann nach dem ersten Band der 2. Staffel aufgegeben. Da hat es bei mir nicht gezündet.

Bei Mouseheart habe ich Teil 1 „Die Prophezeiung der Mäuse“ als Hörbuch gehört und dann festgestellt, dass Teil 2 und 3 nicht als Hörbuch erschienen sind. 😦 Wenn ich etwas bei Reihen WIRKLICH hasse, dass die ersten Teile als Hörbuch erscheinen, aber die restlichen Teile nicht. (Nun kauf ich in der Bibliothek auch für Kinder die Hörbücher und ich hasse unvollständige Sachen.) Aber zurück zu Mouseheart:

Hopper, Pinkie und Pip wachsen als Futtermäuse in einer Tierhandlung auf. Eines Tages schaffen sie es zu fliehen, bevor sie wie ihre Mutter früher direkt an eine Schlange verfüttert werden. Sie werden getrennt und Hopper irrt in den U-Bahn-Tunneln von New York umher. Dort wird er von der Ratte Zucker, dem Kronprinzen von der Rattenstadt Atlantia, aufgelesen und nach Atlantia gebracht. Dort wird er im Palast wie ein Gast behandelt, denn laut einer Prophezeiung ist er der Auserwählte. Während er noch versucht zu erfahren, was aus seinen Geschwistern geworden ist, findet er heraus, was es mit dem Frieden zwischen dem Rattenkaiser Titus und der Katzenkönigin Felina auf sich hat und warum es die Rebellen gibt. Und was er als Auserwählter überhaupt machen soll.

An Teil 1 störte mich, dass Hopper von allen wie ein Kind behandelt wird und ihm einfach keiner was erzählt. Obwohl während der Reisen durch die Tunnel nun wirklich genug Zeit war. Nun ist er auch jung und unerfahren, aber ich wollte mir manchmal wirklich das Hörbuch vor dem Kopf schlagen. Zum anderen habe ich teilweise auch das Hörbuch mit längeren Pausen gehört und war verwundert, wer wer ist. Inzwischen liebe ich wieder so Anhänge, in denen die Personen aufgelistet sind. Geht natürlich beim Hörbuch schlecht. Zumindest ist bei Teil 3 ein Stammbaum für die Familie von Hopper und von Zucker. Teil 2 weiß ich nicht mehr, weil ich mit der Reihe im letzten Jahr angefangen habe und jetzt im November Teil 3 fertig gelesen hab. 😀 Das Problem waren aber die Nebenfiguren. Das Beispiel in Teil 1 war Kralle und im letzten Teil die Maus Wyona. Erzählt mir doch nicht, dass sie schwer verletzt ist und erwähnt sie nie wieder. Lebt sie noch? Geht es ihr gut? Um das Schicksal von den Nebenfiguren bin ich immer besorgt.

In Teil 2 „Die Herrschaft der Katzen“ haben Hopper und Zucker mit den Konsequenzen aus Teil 1 zu leben. Dadurch, dass der Rattenkaiser Titus abgesetzt wurde, ist die Abmachung mit der Katzenkönigin Felina hinfällig und die Bewohner von Atlantia nicht mehr sicher. Und auch die Geschwister Pinkie und Pip machen Hopper das Leben schwer. Alle drei haben nach der Flucht aus der Tierhandlung Abenteuer erlebt und müssen ihren Weg auch in dem Umgang miteinander finden. In all dem Chaos wird Hopper von Kammerjägern mit in die Oberwelt genommen und muss einen Weg zurück in die Tunnel finden und seine Freunde und seine Geschwister retten.

In Teil 3 „Die Rückkehr des Mäusekriegers“ (Teil 3 von Trilogien heißt auch ganz häufig Rückkehr von irgendwem) müssen Hopper und seine Freunde sich einem neuen Gegner stellen, nachdem Felina besiegt ist: Pip! Dieser hat geschworen Atlantia zu zerstören. Doch während sie alle versuchen Pip zu finden, bekommen sie nicht mit, dass es noch einen anderen Feind gibt. Was das Ganze interessant macht, ist, dass hier auch die Kinder von Zucker eine große Rolle spielen.

An den Büchern hat mir sehr gefallen, dass man mitbekommt, wie die Figuren sich entwickeln und warum die Figuren so sind und so werden. Das beste Beispiel sind meiner Meinung nach der Rattenkönig Titus und der Mäuserich Pip. Das sieht man allerdings erst in Teil 2 und 3. Tatsächlich fand ich den ersten Teil am Schwächsten. Es ist halt die übliche Geschichte und wie oben bereits geschrieben, niemand erzählt Hopper irgendwas, bis es einfach zu spät ist. Es war halt ganz nett zu hören. Die Folgebände haben mich da wesentlich mehr überzeugt. Das Zeigen der Konsequenzen hat mir gut gefallen. So wird zum Beispiel in Teil 3 Hope, die jüngste Tochter von der Ratte Zucker, von ihren älteren Geschwistern gemobbt und läuft daraufhin weg. Erst danach wird den Geschwistern klar, wie ihre „Witze“ von Hope wahrgenommen wurden. Ein sehr gutes Beispiel ist auch Pip. Dann spoiler ich aber so viel. Sehr schön gestaltet finde ich die Cover.

Kritikpunkte habe ich ja schon genannt. Was mich am Meisten gestört hat, war aber tatsächlich die Kleidung der Mäuse. Die Rattenstadt Atlantia ist tatsächlich von den Ratten gebaut und sieht auch wie eine Stadt aus. Das stellt auch der eine Kammerjäger fest. Dass die flüchtenden Ratten Kleidung tragen und die Wachen auch kleine Schwerter haben, fällt den Menschen nicht auf? So ein roter Umhang auf einer grauen Ratte müsste doch auffallen? Die eine Ratte in Teil 3 hat ein Holzbein… Es ist halt eine Pi-ratte. Gut bei Bernard und Bianca ist das auch so. Irritiert hat es mich aber doch.

Tei 2 und 3 gleichen die Schwächen von Teil 1 aus. Gesamt kann ich die Reihe nur empfehlen. Daher gebe ich der Reihe als ganzes 4 Sterne.

Mouseheart von Lisa Fiedler

  1. Die Prophezeiung der Mäuse
  2. Die Herrschaft der Katzen
  3. Die Rückkehr des Mäusekriegers

 

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The Witcher Band 2: Fuchskinder


Fans von dem Spiel „Witcher 3“ werden sich hier bestimmt freuen. Zumindest ich habe mich gefreut. 😀 Geralt erlebt hier weitere Abenteuer. Band Nr. 1 war „Im Glashaus“ und auch sehr unterhaltsam.

Geralt von Riva ist ein Hexer und verdient sich seinen Lebensunterhalt mit der Monsterjagd. Mit dem Zwerg Addario ist er auf dem Weg nach Novigrad. Eigentlich reisen sie auf einem Schiff mit, um schneller und sicherer dort anzukommen. Doch das Schiff beherbergt die Entführer eines Fuchskindes. Was nicht so harmlos ist, wie es klingt. Fuchskinder sind weibliche Elfenkinder, welche von Vulpien entführt werden und sich selbst in Vulpien verwandeln. Vulpien sind Füchsinnen, die Illusionen, Täuschungen und falsche Visionen wirken und Menschengestalt annehmen können. Geralts Rat, dass Fuchskind freizulassen und so die Vulpie zu besänftigen, wird nicht gut aufgenommen und so segelt das Schiff ins Verderben. Bald beginnt der Überlebenskampf mit dem Wissen, dass alles oder nichts real ist.

Ich muss sagen, dass ich den Humor von Geralt liebe … und den Zeichenstil … und die Welt. Also im Grunde alles. Ob die Bücher von Andrzej Sapkowski besser/ schlechter sind, kann ich nicht beurteilen, da ich wirklich nur das Spiel „Witcher 3“ kenne. Auf jeden Fall muss man die Bücher nicht kennen, um die Welt und die Geschichte zu verstehen. Es ist Fantasy und nicht die Fantasy von Herr der Ringe „Elben sind gut, Orks sind böse“. Die „menschlichen“ Abgründe sind überall. Der Humor oder eher die Sprüche sind teilweise böse. Nur zur Erinnerung: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Und edle Taten führen nicht immer zu einem Happy End. Es gibt aber auch immer wieder schöne Weisheiten.

„Die Nacht ist noch jung!“ „Und ich habe ihre Jugend genug gekostet, ich gehe zu Bett, ehe sie alt wird.“ (S. 121 laut E-Book)

Für den Comic gebe ich 5 von 5 Sternen.

Laut Comic basiert dieser Band lose auf einen Abschnitt aus dem Buch „Zeit des Sturms“ von Andrzej Sapkowski.

Titel: The witcher Band 2 Fuchskinder

Autor: Paul Tobin Zeichner: Joe Querido Farben: Carlos Badilla

Erschienen: Stuttgart: Panini-Verl. , 2015

Seitenanzahl: 130 S.

Format: Comic

ISBN: 978-3-95798-224-7

Zu Staub sollst du zerfallen von Chris Tvedt

In Norwegen wird ein alter Mann vor seinem Haus in einem abgelegenem Waldstück erschossen. Kommissar Edvard Matre und sein Team finde keine Spur des Täters. Bevor sie diesen Fall zu einem Ende führen können, werden sie in die Stadt Bergen geschickt. Dort werden vier junge Frauen aus dem Rotlichtmilieu brutal ermordet. Der öffentliche Druck steigt, als sie nicht schnell genug einen Mörder vorweisen können und sie lange Zeit im Dunkeln tappen. Edvard Matre ist auch angeschlagen, weil er erfährt, dass er adoptiert wurde und die Überreste seiner leiblichen Mutter in einem Massengrab neben einer Klinik in Oslo gefunden wurden. Als er erfährt, dass diese aber offiziell Selbstmord begangen hat und ihr Leichnam dort gar nicht sein sollte, fängt er an auch in diesem Fall zu ermitteln. Es gibt viele Wendungen, bis die Fälle gelöst sind.

Ein schwieriges Buch. Die Fälle sind gut gemacht und spannend. Die Entwicklungen sind toll. Was mich gestört hat, sind die Ermittler. Deren Entwicklung hat mich ziemlich überrascht und das vor allem negativ. Die Figuren sind mir konsequent unsympathisch und wahrscheinlich (teilweise) so auch realistisch. Was ich aber nicht hoffe. Chris Tvedt nimmt sich Zeit die Figuren zu beschreiben und auszubauen. Das lässt die Figuren aber nicht besser werden. So wie sich die Figuren entwickeln, müsste es eigentlich noch eine Fortsetzung geben oder folgen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich die lesen würde. Mir reicht vermutlich die Inhaltsangabe.

Die Fälle und alles waren gut, aber durch diese Charaktere (und deren Stand am Ende des Buches) sind es nur 3 Sterne.

Titel: Zu Staub sollst du zerfallen

Autor: Chris Tvedt

Erschienen: München : Knaur, 2015

Seitenanzahl: 411 S.

Format: Taschenbuch

ISBN: 978-3-426-51538-9

Der Agrar-Rebell von Sepp Holzer

Sepp Holzer besitzt einen Bergbauernhof in 1500 Metern Höhe und erntet dort unter anderem Kiwis, Kirschen und Kürbisse. Die Permakultur betreibt er schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Neben dem Anbau bietet er inzwischen auf dem „Krameterhof“ Fortbildungen und Kurse zur alternativen Landwirtschaft an.

In diesem Buch geht es um seine Lebensgeschichte, die Entwicklung des Krameterhofs, seine Philosophie und die Grundprinzipien seines Denkens. So fängt alles mit seinen ersten Anbauversuchen und Misserfolgen (so geht es auch weiter: er erzählt auch von den Rückschlägen und warum er etwas wieder aufgegeben hat) als Kind, aber auch sein Leben mit Schulzeit, Kindheit in den Bergen kommt zur Sprache. Dieser rote Faden zieht sich durch das ganze Buch: Privatleben, Entwicklung des Kramterhofs und die Versuche eine Idee profitabel umzusetzen und warum es erfolgreich bzw. woran es gescheitert ist. Bei vielen Projekten stand nicht die Wirtschaftlichkeit, sondern die Vereinigungen der Forstwirtschaft und der Fischwirtschaft und die Bürokratie im Weg. So etwas hab ich das als absoluter Laie noch nie mitbekommen und fand die Vorgänge sehr spannend und teilweise sehr absurd.

Spannend fand ich auch die Berichte, wie er etwas erfolgreich anbaut und die Biotope für die Fische etc. anlegt, sodass sich die Systeme selbst erhalten. Ich brauch einen Garten zum Testen. 🙂 Kurzfassung: Nicht das tun, was in alten(?) Büchern zur Forst-/Fisch-/Landwirtschaft steht, nie Monokulturen und sich in die Lebewesen rein versetzen. Ein paar Aktionen von ihm fand ich aber doch etwas fragwürdig. Verständlich bei den Aktionen von den anderen, aber doch … fragwürdig.

Insgesamt fand ich das Buch sehr gut. Wer eine Mischung aus Biografie, Anbautipps und sich für die verschiedenen Nutzungsformen (von Wäldern) interessiert, sollte mal einen Blick reinwerfen.

5 Sterne

Titel: Der Agrar-Rebell

Autor: Sepp Holzer

Erschienen: München : Goldmann, 2006

Seitenanzahl: 346 S.

Format: Taschenbuch

ISBN: 978-3-442-21771-7

Preis: 8,95€

2002 gab es schon ein Buch unter dem Titel. War vermutlich die gebundene Ausgabe und hat knapp hundert Seiten weniger.

Das Kaninchenrennen von Boris Koch

Wer möchte nicht auf einer Statue verewigt werden? Tim hat dazu die Chance, denn jedes 10-jährige Kind in Niederrhode nimmt bei dem jährlichen großen Rennen teil. Dabei müssen nicht sie selbst die schnellsten sein, sondern die Kaninchen mit denen sie antreten. Was für Außenstehende erst mal völlig albern wirkt, ist in dem Ort seit 4 Jahrhunderten Tradition. Laut Legende hat damals ein Kaninchen die Stadt vor Räubern gewarnt und so die Stadt gerettet. Ihm zu Ehren findet jedes Jahr mit den Nachkommen des Kaninchens dieses Rennen statt auf der ungefähren legendären Strecke von über 3000 Metern. Die Kinder müssen dabei ihr Kaninchen anfeuern und auf der Strecke halten.

Tim möchte dieses Rennen unbedingt gewinnen und beweisen, dass sein Vater damals nicht gekniffen hat, weil dieser damals nicht teilgenommen hat. Nachdem er sich mit seinen Freunden zerstreitet und zu der Beschnupperung (da dürfen sich die Kinder zum ersten Mal die Kaninchen ansehen) zu spät kommt, muss er bei der Kaninchenweihe auf gut Glück ein Kaninchen aussuchen und wählt die Nr. 13. Tim kriegt das Kaninchen auch, aber es hat nur 3 Beine. Wie soll er so das Rennen gewinnen? Nun lässt sich Tim nicht so leicht unterkriegen und mit seinen neuen Freunden Pascal und Lissy fängt er an zu trainieren und nach einer genialen Idee könnte sich das Blatt für Tim wenden. Können der Kneifer Tim mit Blackbeard, der zugezogene Pascal mit Fersengeld und Lissy mit dem Zwergkaninchen Goliath (Mädchen dürfen nur mit Zwergkaninchen antreten) beweisen, dass sie keine Verlierer sind?

Ich kenne den Autor Boris Koch schon durch den „Drachenflüsterer“ und die Fantasyparodie „Die Anderen“ und ich gebe zu, dass ich ein Fangirl bin. 🙂 Da war für mich auf der letzten Buchmesse klar, dass ich mir auch das neue Buch gleich mit Widmung hole. Jetzt habe ich es endlich mal gelesen und ich muss sagen: Mir gefällt es. Die Idee finde ich klasse und was die drei Freunde für ein Durchhaltevermögen haben. Das Buch ist gut zu lesen und ich hab es in einem Rutsch durchgelesen (OK bis um 0:30 in der Früh und die letzten 30 Seiten dann nach dem Aufstehen). Mir gefällt die Geschichte über die Freunde und die Beziehung zwischen einem Jungen und seinem Kaninchen bzw. generell Kindern und Tieren. Wie viel Ehrgeiz ist gesund und wann ist ein Rennen DAS Rennen oder einfach nur ein Rennen? Das Buch hat übrigens ein Daumenkino und zum Glück war ich nicht die Einzige die erst wegen den Bildern irritiert war. 😀 Ich habe es heute gleich für eine Buchvorstellung für eine 3. Klasse benutzt und ein Mädchen hat es gleich mitgenommen (also das Bibliotheksexemplar 😉 ). (Die Seiten 24-28 sind zwar ziemlich am Anfang, aber sehr lustig. Falls es jemand gebrauchen kann.) Das Buch selbst ist so ab 9 Jahre geeignet. Sehr schön finde ich auch das Cover. Darauf sieht man schön gezeichnet Tim mit Blackbeard (der Nr. 13) und den Favoriten für das Jahr Nr. 24. Vielleicht wirken die 300 Seiten abschreckend oder das Cover oder der Klappentext wirkt nicht peppig genug, aber das Buch hat sehr lange unbeachtet in der Bibliothek gestanden. Völlig unverdient. Kaum wird es ausführlich vorgestellt, wird es gelesen.

Auf jeden Fall empfehlenswert, nicht nur für Kinder, sondern auch generell für Kaninchenliebhaber. (Und ich will wieder ein Kaninchen haben :D)

5 Sterne

Titel: Das Kaninchenrennen

Autor: Boris Koch

Erschienen: München : Heyne, 2014

Seitenanzahl: 336 S.

Format: gebunden

ISBN: 978-3-453-26940-8

Preis: 12,99€

Aber lassen wir Boris Koch noch zu Wort kommen (und nein, bei der Vorlesung war ich nicht dabei 😀 ):

Mord ist aller Laster Anfang von Ann Granger

Da fährt man in die Heimat, um der Hochzeit der Patentochter beizuwohnen und findet als erstes ein Ochsenherz an der Hauseinfahrt. Wenn das nicht ein Omen ist… So ergeht es Meredith Mitchell und so geht es auch weiter. Eine Siamkatze und deren netter Besitzer werden vergiftet und um die Hochzeit nicht zu gefährden, macht sich Meredith auf die Jagd nach dem Täter. Warum nur sind so wenige Menschen über den Tod betrübt und warum halten so viele die Ermittlungen für lästig? Inspektor Markby ist von Merediths Ermittlungen definitiv nicht begeistert. Zum einen will er in Ruhe ermitteln und zum anderen findet er sie irgendwie faszinierend.

Meredith ist ziemlich zielstrebig, und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, bleibt sie hartnäckig dran. Am Anfang lässt sie sich noch stoppen, aber nach einer Weile reicht es ihr. Wie oft sie sich doch die Kommentare verbeißen muss. 🙂 Laut Internet ist das Buch der erste Band zu einer Reihe über das Detektivpaar Meredith Mitchell und Alan Markby. Hätte ich es nicht gelesen, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass dies der Auftakt ist. Klassischer, britischer Krimi wie von Agatha Christie. Stabile Handlung, nette Figuren und manche Dinge kann man als Leser auch erahnen. So begeistert hat mich der Krimi allerdings nicht, dass ich mich jetzt auf die Folgebände stürze. Wenn mir einer der anderen Bände begegnet, werde ich aber auch keinen Bogen drum machen. Ist ganz nett für zwischendurch wie eine Folge „Mord ist ihr Hobby“, daher 3 Sterne.

Titel: Mord ist aller Laster Anfang

Autor: Ann Granger

Erschienen: Augsburg : Tosa Verl., 2001

Seitenanzahl: 319 S.

Format: gebunden

Originaltitel: Say it with poison

Serie: Ein Fall für Mitchell & Markby; Band 1

ISBN: 3-8289-7007-9

Bald wird es Nacht, Prinzessin von Anna Schneider

Während einer Party bricht Nova zusammen und fällt im Krankenhaus ins Koma. Ihre beste Freundin Jessi macht sich mit Daniel auf der Suche nach der Ursache für den Zusammenbruch und nach einem Weg Nova aus dem Koma zu holen. Sie ahnen nicht, wie sehr sie sich dabei selbst in Gefahr bringen.

Das Jessi versucht rauszufinden, was in der Nacht passiert ist, versteht man sofort. Aber warum Daniel helfen will, erschließt sich erst nach einer Weile. Als Leser erfährt man am Anfang nicht viel mehr. Mehrere Jungs haben Novas Zusammenbruch mitbekommen und scheinen in irgendeiner Form Schuld daran zu sein. Zumindest einer von ihnen geht auf die Party und holt Hilfe. So kommt Daniel ins Spiel und der besagte Junge kann sich davon schleichen. Daniel leistet Erste Hilfe und begleitet Nova ins Krankenhaus. Da er dort sein FSJ macht, besucht er sie häufiger, nimmt Anteil an ihrem Schicksal, lernt Jessi kennen und wundert sich über so kalte Eltern. Da wundert nicht nur er sich.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Jessis und aus Daniels Sicht geschrieben. Zwischendurch erfährt man durch Vlogs von Nova mehr über sie selbst. Aber auch Tobi, der Junge der Hilfe geholt hat, kommt zu Wort. Während die Geschichte am Anfang noch recht langsam anläuft, gewinnt sie mit der Zeit an Kraft und fesselt mehr. So gewinnen die Personen mehr an Tiefe und bald kommt die Frage auf, welche Geschichte stimmt. Zum Glück erfährt man dies, bevor Nova aufwacht. Das Ende hat mir gut gefallen. Nicht, weil es dann zu Ende war, sondern die Auflösung des Ganzen. (Pädagogisch wertvoll und so 🙂 ) Bald wird es Nacht, Prinzessin ist ein Thriller ab 14, vielleicht liegt das Ende zum Teil daran, aber so Enden wünsch ich mir häufiger.

Gut gefallen haben mir die entstehende Spannung, die Portion Liebe :), die Figuren und das Ende. 4 Sterne.

 

Titel: Bald wird es Nacht, Prinzessin

Autor: Anna Schneider

Erschienen: Stuttgart : Planet Girl, 2014

Seiten: 224 S.

Format: Taschenbuch

ISBN: 978-3-522-50393-8, 3-522-50393-7