Zu Staub sollst du zerfallen von Chris Tvedt

In Norwegen wird ein alter Mann vor seinem Haus in einem abgelegenem Waldstück erschossen. Kommissar Edvard Matre und sein Team finde keine Spur des Täters. Bevor sie diesen Fall zu einem Ende führen können, werden sie in die Stadt Bergen geschickt. Dort werden vier junge Frauen aus dem Rotlichtmilieu brutal ermordet. Der öffentliche Druck steigt, als sie nicht schnell genug einen Mörder vorweisen können und sie lange Zeit im Dunkeln tappen. Edvard Matre ist auch angeschlagen, weil er erfährt, dass er adoptiert wurde und die Überreste seiner leiblichen Mutter in einem Massengrab neben einer Klinik in Oslo gefunden wurden. Als er erfährt, dass diese aber offiziell Selbstmord begangen hat und ihr Leichnam dort gar nicht sein sollte, fängt er an auch in diesem Fall zu ermitteln. Es gibt viele Wendungen, bis die Fälle gelöst sind.

Ein schwieriges Buch. Die Fälle sind gut gemacht und spannend. Die Entwicklungen sind toll. Was mich gestört hat, sind die Ermittler. Deren Entwicklung hat mich ziemlich überrascht und das vor allem negativ. Die Figuren sind mir konsequent unsympathisch und wahrscheinlich (teilweise) so auch realistisch. Was ich aber nicht hoffe. Chris Tvedt nimmt sich Zeit die Figuren zu beschreiben und auszubauen. Das lässt die Figuren aber nicht besser werden. So wie sich die Figuren entwickeln, müsste es eigentlich noch eine Fortsetzung geben oder folgen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich die lesen würde. Mir reicht vermutlich die Inhaltsangabe.

Die Fälle und alles waren gut, aber durch diese Charaktere (und deren Stand am Ende des Buches) sind es nur 3 Sterne.

Titel: Zu Staub sollst du zerfallen

Autor: Chris Tvedt

Erschienen: München : Knaur, 2015

Seitenanzahl: 411 S.

Format: Taschenbuch

ISBN: 978-3-426-51538-9

Advertisements

Mord ist aller Laster Anfang von Ann Granger

Da fährt man in die Heimat, um der Hochzeit der Patentochter beizuwohnen und findet als erstes ein Ochsenherz an der Hauseinfahrt. Wenn das nicht ein Omen ist… So ergeht es Meredith Mitchell und so geht es auch weiter. Eine Siamkatze und deren netter Besitzer werden vergiftet und um die Hochzeit nicht zu gefährden, macht sich Meredith auf die Jagd nach dem Täter. Warum nur sind so wenige Menschen über den Tod betrübt und warum halten so viele die Ermittlungen für lästig? Inspektor Markby ist von Merediths Ermittlungen definitiv nicht begeistert. Zum einen will er in Ruhe ermitteln und zum anderen findet er sie irgendwie faszinierend.

Meredith ist ziemlich zielstrebig, und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, bleibt sie hartnäckig dran. Am Anfang lässt sie sich noch stoppen, aber nach einer Weile reicht es ihr. Wie oft sie sich doch die Kommentare verbeißen muss. 🙂 Laut Internet ist das Buch der erste Band zu einer Reihe über das Detektivpaar Meredith Mitchell und Alan Markby. Hätte ich es nicht gelesen, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass dies der Auftakt ist. Klassischer, britischer Krimi wie von Agatha Christie. Stabile Handlung, nette Figuren und manche Dinge kann man als Leser auch erahnen. So begeistert hat mich der Krimi allerdings nicht, dass ich mich jetzt auf die Folgebände stürze. Wenn mir einer der anderen Bände begegnet, werde ich aber auch keinen Bogen drum machen. Ist ganz nett für zwischendurch wie eine Folge „Mord ist ihr Hobby“, daher 3 Sterne.

Titel: Mord ist aller Laster Anfang

Autor: Ann Granger

Erschienen: Augsburg : Tosa Verl., 2001

Seitenanzahl: 319 S.

Format: gebunden

Originaltitel: Say it with poison

Serie: Ein Fall für Mitchell & Markby; Band 1

ISBN: 3-8289-7007-9