Fairest von Bill Willingham

Nun erzählte ich schon von der Comicserie Fables , also kommt jetzt eine der Auskopplungen. Von Fairest sind im Deutschen bisher 5 Bände erschienen (Stand Oktober 2015). Während es in der Hauptserie Fables um die Geschichte der Fables in unserer Welt allgemein in Fabletown und auf der Farm geht, wird in Fairest die Geschichte einzelner Frauen beleuchtet. Die Figuren selbst tauchten (fast) immer schon auf und manche verliert man als Leser dank dem großen Ganzen aus dem Blick und fragt sich, wie es ihnen ergangen ist. So geht es im 1. Band um Briar Rose (Dornröschen), die mal wieder von einem Prinzen wachgeküsst wird und nicht wirklich von ihm begeistert ist. Wer wird auch gerne vom König der Diebe wachgeküsst? Und wie entkommt man der Rache einer anderen rachsüchtigen Frau? Die Geschichte wird in dem jeweiligem Band (bisher) immer abgeschlossen. So geht es dann im 2. Band auch um Rapunzel, die sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Band 3 erzählt die Geschichte von Nalayani, die ihr Dorf vor Wildhunden schützen will und sich auf dem Weg zum Maharadscha macht, um Hilfe zu bekommen. In wiefern diese Geschichte mit Fabletown zu tun hat, verrate ich aber nicht. 🙂 In Band 4 macht sich Cinderella auf die Suche nach einem Mörder, der Jagd auf die schönsten Frauen in der Geschichte von Fables macht. Da das der aktuellste Band von Fairest ist, denn ich gelesen habe, erzähl ich auch von ihm.

Diesen Band finde ich tatsächlich am schwierigsten zu bewerten. Die Idee für die Morde ist toll und Cinderella ist eine tolle Ermittlerin. Der Band bricht mit dem sonstigen Erzählstil in Fairest. Sonst ist es ein reiner Comic und hier erzählt der Zauberspiegel von den Geschehnissen und ist selbst ein Teil der Geschichte. So gibt es immer wieder reine Textstücke. Nun sollen die Opfer die ganzen wichtigen Frauen aus der Geschichte Fables sein, und spätestens als Snow White und Rose White tot waren, habe ich mich gefragt, wie Bill Willingham das wieder retten will oder ob ich bei der Hauptserie nicht auf dem aktuellen Stand bin. Allerdings hätte Bill Willingham die beiden wichtigen Figuren nicht in einer Auskopplung sterben lassen. Also müssen die beiden zum Schluss wieder leben. Hm. Auf die Erklärung war ich gespannt. Die Lösung war hm. Einleuchtend, wird erklärt, typisch märchenhaft (nicht im Sinne von schön, sondern im Sinne von den bösen Schwestern wurden zur Strafe von den Tauben die Augen ausgehackt) und hat mich dennoch nicht zufriedengestellt. Der Teil mit Glockenblume gefällt mir absolut nicht. Das Ende, das man aus der Hauptserie kannte, fand ich besser. Ich mag lieber Happy Ends (mit Spannung). 🙂 Mir ist gerade aufgefallen, dass auf das Schicksal von zwei Frauen zum Schluss nicht eingegangen wurde. Bleibt wohl für die Hauptgeschichte übrig.
Das zeigt auch das Problem von der Serie Fairest. Sie ist eine Zusatzserie zu Fables. Wenn man die Hauptserie nicht liest, ist es sinnlos Fairest zu lesen, denn man versteht diese Welt nicht. Der andere Punkt ist, dass auch wenn die Figuren sich entwickeln und auch die Geschichte von Fabletown erwähnt wird, es gibt keine gewaltigen Entwicklungen. So ändert sich was bei dem Spiegel und einige Figuren sterben, aber momentan tragende Figuren der Geschichte wie Snow White und Rose Red können nicht in Fairest sterben. Das geht erst, wenn der Fokus der Hauptgeschichte und die große Geschichte von Fabletown und Einwohnern auf anderen Figuren liegt.

Die Comicreihe ist wieder nicht für Kinder. Genau wie in Fables geht es auch grausam und erwachsen zu (wie in den Märchen Kopf ab) und schon ziemlich am Anfang sieht man geköpfte Opfer. Vom Verlag wird der Comic ab 12 Jahre empfohlen und vorher sollte wirklich nicht sein.
Die Geschichten selbst finde ich sehr gelungen und auch die Comics gefallen mir vom Zeichenstil. Auch hier wechseln die Zeichner wie in Fables.

Insgesamt eine schöne und abwechslungsreiche Geschichte, man muss allerdings Comics und die Hauptserie selbst mögen.

Fairest : [aus der Welt von Fables ; Comic] / [Bill Willingham ; Matthew Sturges, Autoren. Phil Jimenez …, Zeichn. Andrew Dalhouse …, Farben. Gerlinde Althoff, Übers.]. – Stuttgart : Panini-Verl.
(Vertigo) (Panini-Comics)
Einheitssachtitel: Fairest. – Erscheinungsverlauf: Februar 2013 – Erscheint noch. – Vom Verlag ab 12 Jahren empfohlen

Carusos Lied von Suzanne Barton

Der kleine Vogel Caruso hört eines morgens einen wunderschönen Gesang. Als er dem Gesang folgt trifft er auf den Morgensonnenchor und möchte gerne mitsingen. Aber morgens ist er immer so müde, dass er nicht mitsingen kann. Warum nur kann er abends viel singen, aber nicht morgens?

Caruso ist ein wunderschön illustriertes Kinderbuch. Es hat nicht viel Text und ist eher ein Buch zum Vorlesen. Der kleine Caruso trifft mehrere Tiere bevor er den Morgensonnenchor findet. Es lädt dazu ein, dass die Kinder die Geräusche der Tiere nachmachen oder dass man die Geräusche vorspielt (auch von CD). Auch ein gutes Buch für Kinderveranstaltungen. 🙂

Caruso schafft es nicht in den Chor, aber er findet einen Freund und kann mit ihm nachts singen. Wie es eine Nachtigall macht. Denn genau das ist Caruso. 🙂

Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen. Die Geschichte ist schön, das Buch ist schön illustriert und eine kleine Lektion für das Leben ist mit dabei. Wie der Buchtitel auch sagt: Du bist gut, so wie du bist.

Carusos Lied : [du bist gut, so wie du bist!] / Suzanne Barton. [Dt. Text von Hanna Schmitz]. – Münster : Coppenrath, 2015. – [28] S. : zahlr. Ill. ; 28 cm. – Einheitssachtitel: The dawn chorus <dt.>.
ISBN 978-3-649-62019-8

Die Weltenwanderin von Maxi Schilonka

Die jugendliche Maria (auch Mae genannt) findet mit ihrer Freundin Enya in der Bibliothek ein Buch in eine andere Welt. Beide sind nur ganz kurz da und werden dann wieder in unsere Welt zurückgeholt. Während Enya nie wieder darüber sprechen will, flieht Mae vor Problemen immer häufiger in die Welt des Seelenfolianten. Zum Glück landet Mae immer in demselben Raum dort in einer Bibliothek. Eines Tages nach einem besonders heftigen Streit in der Familie betritt sie die Welt und kommt nicht mehr zurück. Laut dem dortigen Dekan war sie zu häufig in der Welt des Sechs-Insel-Reichs und der Seelenfoliant merkt nicht mehr, dass Mae nicht in diese Welt gehört. Zum Glück stellt sich heraus, dass Mae anscheinend ein Mädchen aus einer Prophezeiung ist und die Welt ins Chaos stürzen wird. Da dies keiner der Regierenden will, wird sie gleich für die Reise ausgestattet, damit sie ein Artefakt für die Rückkehr in ihre Welt findet. So macht sich Mae auf den Weg mit verschiedenen Begleitern durch eine faszinierende Welt und muss verschiedene Herausforderungen bestehen, damit sie wieder nach Hause kann.

Etwas zu diesem Buch zu schreiben ist schwer. Die Idee ist toll, die Welt ist schön und die fluchende, zeternde Galionsfigur Annie war der Hammer. Mae ist am Anfang etwas anstrengend, das ändert sich aber mit der Zeit. Ich kann nicht wirklich sagen, was mich gestört hat, aber an diesem Buch habe ich ewig gelesen. Gut eine Woche für 263 Seiten. (Zum Vergleich: Für die Klinge von Namara mit 360 Seiten brauchte ich nur 2 Tage). Vielleicht liegt es an der Tatsache, dass es eher ein Fantasyroman für Jugendliche ist? Der Schreibstil war ganz in Ordnung. Die Welt ist schön beschrieben. Maxi Schilonka hätte die Welt natürlich weiter beschreiben können, aber so hat es völlig ausgereicht. Mae selbst kommt in die Welt, weil sie vor ihren Problemen flüchtet und mit als Erstes tauscht sie ihr Chemiebuch in der Bibliothek heimlich gegen ein Nachschlagewerk über das Sechs-Insel-Reich aus, damit sie die neuen Dinge nachschlagen kann. Nachfragen wäre auch zu einfach gewesen. „Und du darft nichts aus dieser Welt mitnehmen.“ Zwischen den Figuren in diesem Roadmovie entsteht dann noch eine Der-lieb den-aber-der-liebt-eine-andere Geschichte. Auch eher nur jugendliches Anschmachten. Bei einigen Stellen war ich überrascht, dass da kein weiterer Handlungsstrang entstanden ist. Allerdings könnte es dem Ende nach eine Fortsetzung geben, vielleicht spielt es dann eine Rolle.

Insgesamt war das Buch ganz in Ordnung. Es hat sich für mich aber sehr gezogen und es gibt so einige Fantasybücher, die ich mehr empfehlen würde. (Passend hierzu Jamies Quest von Dominic und Cornelie Franke.) Möglicherweise gefällt mir das nächste Buch von Maxi Schilonka besser. Vielleicht liegt es auch daran, dass Die Weltenwanderin das Erstlingswerk ist. Ich will auch wissen, wie die Geschichte weitergeht, daher werde ich die Fortsetzung lesen (wenn es eine gibt) in der Hoffnung, dass ich mich da mehr einfinde.

Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen, aber alle vier Rezensenten auf Amazon geben 5 Sterne. Scheint also an mir zu liegen. Hat das Buch noch jemand gelesen?

Ich zitiere mal von einer anderen Rezension von diesem Blog „Das Buch … von … hat mich auch innerlich zerrissen. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich das Buch gut fand oder ob ich das Buch abbreche.“

Die Weltenwanderin : Roman ; [Fantasy] / Maxi Schilonka. – 1. Aufl. – Hohen Neuendorf bei Berlin : AAVAA-Verl., 2015. – 263 S. ; 21 cm. –
ISBN 978-3-8459-1500-5

 

Arm aber Bio! von Rosa Wolff

Kann man mit dem Hartz-IV-Regelsatz auch Biolebensmittel kaufen und sich gesund ernähren? Rosa Wolff versucht es. Als sie arbeitslos wird, räumt sie alle Vorräte zur Seite und will einen Monat nur Biolebensmittel kaufen.

Das Buch besteht aus vielen Tagebucheinträgen und einem Rezeptteil, damit man die Rezepte ausprobieren kann. Die Kekse klingen lecker. 🙂 Am Ende jedes Tages berechnet Rosa, wie viel sie gegessen hat, mit welchem Wert und wie viel Obst und Gemüse. So viel sei verraten: Sie ist häufiger über dem Tagessatz und genug Obst und Gemüse ist selten.

Ich muss sagen, ich hätte den Nerv nicht dafür alles auszurechnen und durch 5 Läden zu fahren, um die günstigsten Lebensmittel zu finden. Gelesen habe ich es vor allem, weil ich nicht zu den Großverdienern gehöre. Ihre Kochideen und alles fand ich gut, aber die Zeit dafür hab ich nicht. Mit Hartz-IV-Satz kann es anscheinend gehen, wenn man grad keine anderen teure Ausgaben hat (oder vermutlich ein Kind mit Kleidung, Schulmaterial etc.), aber man muss wirklich sehr sehr viel rechnen und häufiger hungrig ins Bett gehen. Die 5 verschiedenen Läden wollen wir auch nicht vergessen. Für Geringverdiener ist es wahrscheinlich nicht oder schwer machbar. Kochen sollte man auch können. Ich meine, ich hab schon mal geschrieben, dass alle die sich gut ernähren wollen, später Bio kaufen, kaum Fleisch (zu teuer) und viel selbst machen/kochen. Das war auch mal das erste Mal, dass ich mehr über die Aufschlüsselung des Hartz-IV-Satzes gelernt hab. Wie frustrierend es ist, dass ganze Essen durchzurechnen weiß ich aus Erfahrung, aber mit Hartz IV und Bio steigert sich der ganze „Spaß“ noch einmal.

4 Sterne, weil ich die Idee gut umgesetzt finde und Rosa Wolf neben dem Durchrechenen auch praktische Kochtipps gibt.

Arm aber Bio! : [mit wenig Geld gesund, ökologisch und genussvoll speisen ; ein Selbstversuch ; Erfahrungsbericht, Rezepte, Tipps & Infos] / Rosa Wolf. – Orig.-Ausg., 3., korrigierte u. erg. Aufl. – München : Ed. Butterbrot, 2010. – 221 S. – Zusätzliches Online-Angebot unter http://www.arm-aber-bio.de.
ISBN 978-3-9813469-0-9

Uah Lebenszeichen

Hier gibt es mal ein Lebenszeichen. Ich lebe noch und ich lese auch noch. Aber ich lese tatsächlich noch Blogartikel nach. Also wenn ein Like auf einen 2 Monate alten Artikel auftaucht… Ich bin jetzt wieder aktuell, aber Firefox hat halt noch etwas nun ja ältere Tabs. So über 300. Ja… Würde ich in einer Sitzung mal alle laden, hängt sich Firefox auf. Warum bloß? Früher gingen über 200 Tabs (OK beim Wechseln zwischen den Tabs hat er dann 4 Minuten gebraucht (und ja ich hab auf die Uhr geschaut)), jetzt beschwert er sich bei etwa 50 schon.

Der aktuelle Stand: Ich hab heute 11 Entwürfe für Buchartikel angelegt, die sind aber noch nicht Korrektur gelesen und nicht richtig formatiert. 8 weitere müssen noch, aber mir fehlte jetzt der Nerv die auch noch anzulegen. Die Bücher lagen teilweise über einen Monat neben meinem PC, aber irgendwie fehlten mir immer die Zeit und die Motivation. Abgesehen davon wollte ich die Bücher fotografieren, damit es etwas bunter ist, ohne zu verlinken. Nach etwas googeln kam jetzt die Erkenntnis, dass ich das aus rechtlichen Gründen besser lasse. Wieder zu den Büchern: Ich vergess zwar gerne Namen, aber wie ich etwas fand und den Inhalt merk ich mir wirklich gut. Dennoch muss ich jetzt ein paar Bücher noch mal lesen und zwar: Die schöne Menschenliebe, die Samuraiprinzessin Band 1 und die ersten 3 Bände der Zwergenreihe von Rehfeld. Kommen aber noch.

The Plan. The Plan zeigt auch sehr schön, dass ich mehr spiele und da wird zwischendurch auch noch Weiteres kommen.

Ich schau jetzt, in welchem Abstand ich die Artikel veröffentliche. Vollspamen möchte ich niemanden, wenn ich aber den geplanten Mittwoch & Sonntag nehme, dauert es …länger… und ich schaff meine Reading Challenge definitiv nicht.

Auf jeden Fall kommt jetzt wieder was/mehr. Das gilt auch für meine anderen Blogs.

The Plan

Hui, die erste Spielreview. The Plan ist ein kostenloses Spiel und dauert nur 10 Minuten. Man steuert eine Fliege immer höher und höher bis man das Licht erreicht. Mir hat es sehr gut gefallen. Die Steuerung ist sehe einfach (vier Tasten halt) und da es auch nur nach oben geht, erklärt sich alles von selbst. Ich selbst hab mir das Spiel bei Steam runtergeladen (), es geht natürlich auch die Spieleseite (hier der Link ).Von den Entwicklern Krillbite ist auch Among the Sleep. Bei Steam gibt es eine Errungenschaft zu dem Spiel „Hey, Listen“. Oben einmal das Stück vom Soundtrack (also Ases Tod von Grieg) und unten ein Let’s Play zu The Plan von Gronkh. Ganz unten der Weg zur Errungenschaft.

MINIMUM: 

    • OS: Windows 7/Vista/8 
    • Processor: Intel i3 
    • Memory: 1024 MB RAM 
    • Graphics: Intel integrated 
    • DirectX: Version 9.0c 
    • Hard Drive: 120 MB available space 
    • Sound Card: Yes 
    • Additional Notes: Optimal with headphones

RECOMMENDED: 

    • OS: Windows 7/Vista/8 
    • Processor: Intel i5 
    • Memory: 2048 MB RAM 
    • Graphics: Nvidia Gefore 400 or up 
    • DirectX: Version 9.0c 
    • Hard Drive: 120 MB available space 
    • Sound Card: Yes 
    • Additional Notes: Optimal with headphones

Die Angaben sind von Steam, dort sind auch noch die Anforderungen für Mac OS X und SteamOS + Linux

 

 

 

 

Um die Errungenschaft zu bekommen: Einmal durchspielen, dann auf die Credits drücken. Es lohnt sich, es dann nochmal durchzuspielen. Das Licht. 🙂