Annas Flucht

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl / Judith Kerr. aus dem Engl. übers. von Annemarie Böll. – 1. Aufl. – Ravensburg, Württ : Ravensburger Buchverlag, 2008. – 256 S.
ISBN 978-3-473-54321-2

In dem Buch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ geht es um Anna und ihre Familie, die vor den Nazis fliehen müssen. Ihr Vater ist ein berühmter Schriftsteller und Journalist. Er ist gegen Hitler und Nazis und fürchtet die Wahl 1933. Eigentlich wollten sie die Wahl abwarten, um zu sehen, ob sie fliehen müssen, aber nach einem Tipp eines Polizisten, geht er kurz vor der Wahl in die Schweiz und sucht eine Unterkunft. Am Tag der Wahl kommen Anna, ihre Mutter und ihr Bruder Max nach und werden auch entgegen den Sorgen ihrer Mutter an der Grenze durchgelassen. Später erfahren sie, dass am Tag nach der Wahl ihnen die Pässe weggenommen werden sollten und später wird ihr Besitz auch beschlagnahmt . Dazu gehört auch das rosa Kaninchen, dass Anna zurücklassen musste. Sie leben sich dort gut ein, aber da Annas Vater nicht gut genug verdient gehen sie nach Paris. Bevor sie komplett hinziehen, sehen sich die Eltern erst in der Stadt um und Anna und Max werden von den Vermietern mit betreut. Während dieser Zeit kommt ein Steckbrief mit einer Belohnung für ihren Vater raus. Auf den Weg nach Paris müssen sie zu dritt (Anna, Max und ihr Vater, die Mutter bereitet dort schon die Wohnung vor) umsteigen und landen dank dem Gepäckträger fast in einem Zug nach Stuttgart. Dank Anna merken sie es noch rechtzeitig und kommen doch in Paris an. Max vermutet, dass der Gepäckträger die Belohnung haben wollte. Dort schreibt ihr Vater Artikel für eine Flüchtlingszeitung und vereinzelt auch für andere Zeitungen. Anna und Max haben erst ein Problem mit der Sprache, sie leben sich nach einiger Zeit doch ein. Während Anna im Unterricht dank der Sprache am Anfang Probleme hat, wird es durch Nachhilfe besser und schließlich kommt der Moment, wo sie anfängt, auf Französisch zu denken. Schließlich bestehen beide Kinder ihre Prüfungen. Am Anfang reicht das Geld, aber dann wird das Geld wieder knapp. Ihr Vater schreibt ein Drehbuch und nach mehreren Absagen kauft es jemand aus England. Daher zieht die Familie nach England. Mit der Ankunft in London endet das Buch.

Mir gefiel an dem Buch, dass es aus der Sicht von Anna geschrieben ist und man auch ihre Sorgen und Gedanken dadurch kennenlernt. Was mich doch überrascht hat, war, dass es wirklich nur um die Flucht und das neue ungewohnte Leben ging und sie nur durch Onkel Rufus was von der Judenverfolgung teilweise mitbekommen haben.